Breuß-Massage

Freiheit für die Bandscheiben

Diese Rückenmassage entlastet schmerzende und angegriffene Muskeln und Bandscheiben.

Die Breuß-Massage ist eine Massagetechnik für den Rücken. Ihr wichtigstes Ziel ist die Entlastung schmerzender und angegriffener Bandscheiben. Bei der Breuß-Massage werden die Rückenmuskeln entkrampft und gelockert. Dadurch streckt sich die Wirbelsäule, und die Bandscheiben bekommen mehr Raum. Die Breuß-Massage wird von Heilpraktikern und Physiotherapeuten durchgeführt, meist in Kombination mit anderen Therapieansätzen.

Herkunft und Besonderheiten der Breuß-Massage

Erfinder und Namensgeber der Breuß-Massage ist der Heilpraktiker Rudolf Breuß. Auf Grundlage seiner Überlegung, dass Bandscheiben sich nicht verbrauchen, sah er deren Unterversorgung, Schrumpfung und Verhärtung als Hauptursache chronischer Rückenleiden an. Daher gehört zur Breuß-Massage mit nährendem Johanniskrautöl auch eine Trinkkur, um die Flüssigkeitsspeicher der Bandscheiben wieder aufzufüllen.

Nicht alle Theorien von Breuß sind heute wissenschaftlich haltbar. Die Breuß-Massage hat sich jedoch zur Vorbeugung und Therapie von Rückenschmerzen bewährt. Sie unterstützt die Rehabilitation nach Bandscheibenvorfällen und verträgt sich gut mit anderen Behandlungsmethoden. Besonders oft ergänzt sie die Dorn-Methode (oder Dorn-Therapie) nach Erfinder Dieter Dorn, eine weitere alternativmedizinische Behandlungsform zum Beheben von Fehlstellungen der Wirbelsäule und des Beckens.

Der Mensch und sein Kreuz – eine schwierige Beziehung

Enthält eine Bandscheibe nicht genug Wasser und Nährstoffe, verliert sie an Dichte, Elastizität und Stoßfestigkeit. In der Folge verkürzt sich die Wirbelsäule, was zu Stauchungen und Fehlstellungen der Wirbelkörper führen kann. Muskeln und Gelenke arbeiten automatisch und unablässig gegen Fehlhaltungen der Wirbelsäule an. Dabei können sie blockieren, verkrampfen und verhärten, was schmerzhaft und hinderlich ist. Werden außerdem Nerven zusammengedrückt, ergeben sich weitere unangenehme Möglichkeiten, etwa eine Ischialgie. Bei dieser Reizung/Entzündung des Ischiasnervs können die Schmerzen über das Gesäß bis in die Beine ausstrahlen und jeden Schritt zur Qual machen.

Beim Bandscheibenvorfall wird die Bandscheibe aus ihrer natürlichen Lage herausgedrängt und kann dabei sogar zerreißen. Für Betroffene bedeutet das im schlimmsten Fall Vernichtungsschmerzen und starke Bewegungseinschränkung über Monate hinweg. Die meisten Bandscheibenpatienten kommen jedoch ohne Operation wieder auf die Beine: mit Massagen, Entspannungsübungen, Kraft- und Bewegungstraining.

Ablauf der Breuß-Massage

Bei der Breuß-Massage arbeitet der Therapeut an und entlang der Wirbelsäule. Das verwendete Johanniskrautöl durchwärmt die Haut, macht die Muskeln geschmeidig, wirkt entzündungshemmend und nährt die Bandscheiben.

Die Breuß-Massage beginnt mit dem sanften Ausstreichen der Wirbelsäule in Richtung Kreuzbein. Sobald sie sich fühlbar lockert und streckt, wird mehr Johanniskrautöl zum Einwirken auf den Rücken gegeben. Die Massagebewegungen orientieren sich an den Körpermeridianen (Energieleitbahnen). Sie sind so sanft, dass auch Schmerzpatienten und sehr berührungsempfindliche Personen sie gut ertragen.

Damit Wärme und Nährstoffe nicht über die Luft verlorengehen, empfahl Breuß das Abdecken des Öls mit einer Papierschicht. Die abschließende energetische Behandlung umfasst ein Gebet und das „Magnetisieren“ des Patienten durch Auflegen der Hände.

Bei welchen Beschwerden ist die Breuß-Massage sinnvoll?

Die Breuß-Massage kann Wirbel- und Gelenkblockaden lösen und entspannt Haut, Muskeln und Gewebe. Auch ihre Wirkung aus Geist und Seele wird als sehr wohltuend beschrieben.

Bei diesen Beschwerdebildern wird die Breuß-Massage zur Stabilisierung und Schmerzlinderung eingesetzt:

  • Schmerzen im unteren Rücken (Blockade des Iliosakralgelenks
  • Ischiasnervreizung, Ischalgie
  • Bandscheibenprobleme (Diskopathie, auch vorbeugend)
  • Bandscheibenvorwölbungen (v. a. der Brust- und Lendenwirbelsäule)
  • Bandscheibenvorfall (Diskusprolaps)
  • Hexenschuss (Lumbago)
  • Fehlstellungen der Wirbel
  • Muskelverspannungen und Bewegungseinschränkungen

Hier kann die Breuß-Massage therapiebegleitend helfen:

  • Nervosität, Ruhelosigkeit, Angstzustände
  • Erschöpfung, Depressionen, Burn-out, Bore-out
  • Dorn-Methode: Breuß-Massage zur Entspannung vor und/oder nach der Stabilisierung

Tipp: Die Breuß-Massage ist nichts für Laien: Behandlungen der Wirbelsäule sind riskant und Aufgabe des Experten.

Johanniskrautöl gibt es jedoch in jeder Apotheke. Das sattrote Öl eignet sich auch hervorragend für Partner- und Entspannungsmassagen und tut nicht nur dem Rücken gut: Eine sanfte Bauchmassage lindert beispielsweise Menstruations- und Verdauungsbeschwerden.

Vorheriger Artikel Nächster Artikel "Caldarium"

Zurück zur Übersicht

Kostenlose Newsletter-Anmeldung

Anmeldung absenden

Wellness-Lexikon von A bis Z