Abnehmen in der Sauna

Wer viel schwitzt, kann im Lauf eines Saunabesuchs mehrere Liter Schweiß verlieren. Die damit verbundene Gewichtsabnahme ist beeindruckend und stellt beim Blick auf die Waage zahlenmäßig jeden möglichen Diäterfolg in den Schatten. Allerdings ist sie weder von langer Dauer noch gesund: Wird dem Organismus viel Flüssigkeit entzogen und nicht wieder zugeführt, belastet das den gesamten Körper.

flacher BauchDas Fehlen von Wasser und den darin enthaltenen Mineralsalzen beeinträchtigt die Gelenkschmierung und stört Verdauung, Gedankenkraft und Vigilanz ebenso wie den Blutdruck, die Herz- und Nierentätigkeit und das allgemeine Wohlbefinden. Mediziner und Trainer raten daher stets zum ausreichenden Trinken zwischen und nach dem Saunieren, um jeden Flüssigkeitsverlust des Körpers so schnell wie möglich auszugleichen.

Ein sehr gutes isotonisches Getränk ist Apfelsaftschorle aus naturtrübem Saft und einem guten Mineralwasser oder auch ein leckerer Tee. Wer zu starkes Schwitzen vermeiden möchte, sollte lauwarme Getränke eisgekühlten vorziehen, da Kälte von Innen die Schweißproduktion weiter ankurbelt.

Frau entspannt in der SaunaEin Saunabesuch lässt jedoch trotz des erstaunlichen kurzzeitigen Gewichtsverlustes  keinesfalls lästige Fettpölsterchen schmelzen. Wer auf Dauer abnehmen möchte, der sollte seine Ernährung umstellen und auf ein moderates Sportprogramm setzen. Sauna im Anschluss an das Training oder ein Wellnesstag als Belohnung für verlorene Kilos sind da perfekt.

Der Unterschied zwischen Entschlackung und Gewichtsabnahme

Ein Saunabesuch hat den Ruf, entschlackend zu wirken. Als Schlacken des menschlichen Körpers werden Rückstände und Endprodukte des Stoffwechsels bezeichnet, die sich im Gewebe anlagern und dadurch den Körper belasten können. Kreatinin, Harnsäure und Harnstoff, die bei der Eiweißverstoffwechslung übrig bleiben, zählen gemeinhin zu diesem Schlacken. Werden sie nicht vollständig über die Nieren ausgeschieden, gelangen sie ins Blut. Im Durchschnitt scheidet ein Mensch täglich rund 20-35 Gramm Harnstoff aus, davon auch einen sehr geringen Teil über den Schweiß.

Aufgussrituale in der SaunaOb durch regelmäßiges Saunieren und starkes Schwitzen jedoch auch mehr Harnstoff oder Kreatinin ausgeschieden wird, konnte bislang nicht eindeutig geklärt werden. Auch die „Übersäuerung" des Organismus durch Ansammlung von Schlacken sowie die daraus resultierende Notwendigkeit regelmäßiger „Entschlackungskuren" bewegt sich seit Jahren im spannenden Grenzbereich zwischen Wissenschaft und Glauben.

Unbestritten ist jedoch, dass Saunagänge die Haut klären, erfrischen und entspannen und dass es zu den schönsten Gefühlen nach dem ausgiebigen Saunabesuch gehört, Störendes einfach „rausgeschwitzt" zu haben. Zudem regt das Saunieren den Stoffwechsel allgemein an.

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