Floating

Floating ist einer der neueren Wellnesstrends. Das schwerelose Schweben im Wassertank verspricht Ruhe, Entspannung und sogar Schmerzlinderung bei bestimmten Krankheiten. Außerdem soll es das Immunsystem stärken und Wirbelsäule und Gelenke entlasten.

Floaten – gut für Körper und Seele

Floating im Solebad

„Floating“ ist das englische Wort für „Schweben“ - und genau so fühlen Sie sich, wenn Sie eine solche Behandlung genießen. In einem Floating-Tank befindet sich salzhaltiges Wasser (Sole), welches den Körper tragen kann. Der Auftrieb ist dabei stärker als das Körpergewicht. Dadurch entsteht quasi ein Zustand der Schwerelosigkeit. Unterstützt wird dieser Effekt durch die angenehme Temperatur des Wassers und das Ausschalten von anderen Sinnesreizen wie Licht oder Musik.

Tipp: Gerade für Anfänger ist die komplette Reduktion aller Reize ungewohnt. Deswegen gibt es oftmals auch die Möglichkeit, mit entspannender Musik oder sanften Licht- und Farbeffekten zu floaten.

Da der Körper keine Kraft aufwenden muss, um die Position zu halten, können sich alle Muskelgruppen entspannen – ein seltener Zustand, der normalerweise nicht einmal beim Schlafen erreicht wird. Diese körperliche Entspannung wirkt sich natürlich auch auf die Psyche aus.

Andere positive Effekte des Floatings werden derzeit erforscht. Man geht davon aus, dass der schwerelose Zustand sich positiv auf Knochen und Gelenke auswirkt, den Blutdruck reduziert und körperlichen Stress reduziert. Und das sind nur die physischen Wirkungen – die Seele profitiert ebenfalls von dem entspannenden Schwebebad.

7 weitere Effekte von Schwebebädern

  1. Entlastung von Wirbelsäule und Gelenken
  2. Verbesserung von Rheumasymptomen
  3. Linderung von chronischen Schmerzen
  4. Verringerung des Migränerisikos
  5. Schnellere Heilung von Knochenbrüchen, Zerrungen und Muskelproblemen
  6. Stärkung des Immunsystems
  7. Minderung von Kater- und Jetlag-Symptomen

Das Wundermittel gegen Stress und Angstsymptome

Schon seit einigen Jahren werden Schwebebäder gegen Depressionen eingesetzt. Im Floatingbecken werden alle äußeren Reize abgeschaltet – dadurch entsteht ein Zustand, bei dem das Gehirn Endorphine ausschüttet. Endorphine sind Glückshormone, die auch gegen Angstzustände wirken.

Das ist allerdings nicht der einzige Effekt. Die Hirnwellenaktivität während des Schwebens ähnelt der Tiefschlafphase – der Körper entspannt sich und reduziert so aktiv Stress. Die Tiefenentspannung, die beim Floating eintritt, sorgt für eine verbesserte Konzentration und mehr Kreativität. Und das Beste: Diese Effekte sind nicht nur kurzfristig, sondern halten mehrere Tage lang an.

Salzwasser hilft der Haut und hat eine beruhigende Wirkung

Die primäre Aufgabe des Salzwassers beim Floating ist natürlich der Zustand der Schwerelosigkeit. Solebäder sind allerdings auch an und für sich positiv für den Körper. Floatingbecken haben eine ähnlich hohe Salzkonzentration wie das tote Meer. Auch die Effekte gleichen sich: Der ganze Körper profitiert von den positiven Wirkungen des Bades. Zum Beispiel wirkt sich die Sole positiv auf den Hormonhaushalt und die Nierenfunktion aus.

Tipp: Sie leiden unter trockener oder problematischer Haut? Ein Floatingbad kann Ihnen bei Ausschlägen oder Hautreizungen helfen.

Auch ohne die komplette Reizreduktion durch die Dunkelheit des Floating-Tanks kann das Erlebnis einen guten Effekt auf Ihren Körper haben. Experten empfehlen zwar die Variante ohne Licht und Ton, aber ein paar Kerzen am Beckenrand oder beruhigende Musik können Ihnen helfen, wenn Sie keine komplette Sinnesreduktion wünschen.

Floating-Tank oder klassisches Wasserbecken – die Entscheidung liegt bei Ihnen!

Es gibt grundsätzlich zwei verschiedene Arten des Floatens. Der Floating-Tank wurde Mitte der 40er Jahre entwickelt und ist heute ein hochmodernes Mittel zur Ganzkörperentspannung. Der Tank ist mit Wasser gefüllt und kann verschlossen werden – so werden Licht und Geräusche draußen gehalten. Für eine stetige Frischluftzufuhr ist durch einen Ventilator gesorgt, der vorgewärmte Luft in den Tank pumpt.

Im Floating-Tank können Sie sich ganz sich selbst widmen – durch das Salzwasser gehen Sie nicht unter und können auch nicht umkippen. Äußere Reize werden komplett ausgeblendet, der Körper begibt sich in einen Zustand tiefster Entspannung und die Hirnfrequenz wird viel niedriger als beim Floaten im Becken.

Das klassische Wasserbecken ist größer als der Wassertank und kann nicht verschlossen werden. Daraus ergeben sich gleich zwei Vorteile: Zum einen können Sie im Becken gemeinsam mit einem Partner den Schwebezustand genießen. Außerdem bietet sich das offen gestaltete Becken an, wenn Sie Probleme mit engen Räumen haben.

Tipp: Sie wollen volle Kraft des Reizentzugs beim Schweben spüren? Dann ist der Tank perfekt für Sie. Anfänger fühlen sich im Floating-Becken wohler.

Wie Ihr Floating-Erlebnis noch schöner wird

Es gibt nur wenige Personen, die nicht floaten sollten. Dazu zählen in erster Linie Menschen, die Angst in engen Räumen oder in der Dunkelheit haben. Auch bei Psychosen, Epilepsie oder sehr schweren Depressionen ist ein Floatingbad nicht zu empfehlen. Schwangere Frauen profitieren sehr von der Heilwirkung der Sole, sollten aber vor dem Erlebnis mit ihrem Arzt sprechen.

Tipp: Solewasser ist zwar allgemein gut für die Haut, kann aber bei bereits bestehenden Entzündungen oder Reizungen brennen. Sie sollten sich vor dem Floating nicht am Körper rasieren oder epilieren. Auch mit offenen Wunden ist ein Schwebebad im Salzwasser keine gute Idee.

Da beim Floating vor allem die Reduktion von äußeren Reizen eine Rolle spielt, brauchen Sie nicht unbedingt Badebekleidung zu tragen. Sie können sich aber natürlich dazu entscheiden, wenn es Ihnen lieber ist. Vor dem Bad sollten Sie nicht zu schwer essen und keinen Alkohol trinken.

Die entspannende Wirkung des Schwebebads funktioniert besonders gut in einer Kombination mit einer Massage vor dem Erlebnis. Die kräftigen Massagegriffe lockern die Muskeln und aktivieren die Durchblutung – das Schwebebad ist dann viel effektiver und hat eine länger anhaltende Wirkung. Nach dem Bad, das in der Regel eine bis zwei Stunden dauert, ist ein Saunabesuch ein schöner Abschluss. Die meisten Anbieter bieten daher gleich Wellnesspakete an, die zusammen besonders entspannend wirken.

Bildnachweis
© Kzenon - Fotolia.com

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