10 Tipps gegen Haarausfall

Wir verlieren täglich Haare. Das ist ganz normal. Doch wenn über einen längeren Zeitraum mehr als 100 Haare täglich in der Bürste zurückbleiben, sprechen wir von Haarausfall. Dann ist es ein Warnsignal des Körpers!

Gründe für Haarausfall

Haarausfall ist nicht nur ein MännerproblemMangelhafte Ernährung, hormonelle oder saisonale Umstellung, psychische Belastungen oder auch Überstrapazierung durch Hitze (Fön, Glätteisen, Lockenstab, Sonne), Colorationen (Haare färben) und Trockenshampoos – die Gründe für Haarausfall sind wissenschaftlich noch nicht genau erforscht. Fakt ist, dass viele Menschen auch schon in jungen Jahren unter Haarausfall leiden. Univ. Doz. Dr. Paul Sator, Dermatologe im Krankenhaus Hietzing, gibt hilfreiche Tipps für volles, gesundes und kräftiges Haar.

Glatze, Geheimratsecken & Co.

Ein reines Männerproblem? "Nein, Haarausfall ist ein sehr häufiges Haarproblem bei Männer und Frauen. Männer klagen zuerst über Haarverlust an den Schläfen und am Hinterkopf. Frauen bemerken, dass ihre Haare einfach ausgehen und allgemein dünner werden. Die Ursache ist nicht selten hormonell oder erblich bedingt. Oft liegt bei meinen Patienten mit Haarausfall auch ein Mangel an Vitaminen oder Spurenelementen vor", so Doz. Dr. Paul Sator, Dermatologe im Krankenhaus Hietzing in Wien und erklärt weiter: "Der Bösewicht heißt Dihydrotestosteron, kurz DHT genannt. DHT hemmt den Haarwuchs. Bei erblich bedingtem Haarausfall reagieren die Haarwurzeln überempfindlich auf dieses männliche Sexualhormon, das allerdings auch im weiblichen Körper gebildet wird." Der DHT–Haushalt kann durch den pflanzlichen Fettbaustein Sitosterol aus Brennnesselextrakt oder Kürbiskernextrakt reduziert werden.

Hilfe aus der Natur auf einen Blick

Besonders unterstützend für Haare und auch für die Haut ist eine Wirkstoffkombination aus Sitosterol sowie Vitamin C, Ginkgo-Biloba-Extrakt, B-Vitamine, Kupfer und Zink (etwa enthalten in Produkten wie Bimaxaan forte):

  • Sitosterol, enthalten in Kürbiskern- und Brennesselextrakte, reduziert auf natürliche Weise den DHT-Haushalt und wirkt somit Haarausfall entgegen.
  • Vitamin C kurbelt das Immunsystem und den zellulären Stoffwechsel an und trägt so dazu bei, dass Zellen vor oxidativem Stress geschützt sind.
  • Ginkgo-Biloba-Extrakt kann die Mikrozirkulation in den Kapillaren erhöhen und damit für eine bessere Versorgung der Haarwurzeln mit Nährstoffen und Sauerstoff sorgen.
  • Der B-Vitamin-Komplex ist ein wahrer Universalvitalstoff für die Haare und sorgt zusätzlich für einen besseren Energiehaushalt des gesamten Körpers. Vitamin B5 und Vitamin B3 wirken Müdigkeit und psychischen Dysbalancen entgegen.
  • Kupfer und Zink schützen die Zellen ebenfalls vor oxidativem Stress. Kupfer unterstützt zudem das Bindegewebe und die normale Haar- und Hautpigmentierung.

Richtige Haarpflege – 10 Expertentipps von Dr. Paul Sator

  1. Bei strapaziertem Haar empfehle ich unbedingt die Verwendung von milden rückfettenden Shampoos – zum Beispiel mit Kräuterextrakten.
  2. Empfehlenswert sind auch regenerierende Haarpackungen, Spülungen und Haaröl. Auch Olivenöl und Avocado ergeben eine gute natürliche Haarkur.
  3. Heißes Wasser entzieht der Kopfhaut und dem Körper zusätzlich Fett. Daher nur mit lauwarmem Wasser duschen.
  4. Nach dem Kopfwaschen Haare nur sanft mit dem Handtuch auswringen und nicht rubbeln.
  5.  In den warmen Frühjahrs- und Sommermonaten lieber auf Fön, Lockenstab und Glätteisen verzichten. Denn Heißluft, aber auch Coloration oder Dauerwelle entziehen dem Haar nützliches Fett!
  6. Lange Haare täglich und behutsam bürsten am besten mit antistatischen Bürsten mit Naturborsten oder Kämmen aus Holz und Horn. Keine Bürsten aus Hartgummi!
  7. Enge Haargummis und Haarspangen sind meist zu straff und führen oft zu Haarbruch. Deshalb am besten nur selten verwenden. Topmodisch und gut fürs Haar sind locker, geflochtene Zöpfe oder ein Dutt.
  8. Vermieden werden sollten auch Kleidung, Bettwäsche und Teppiche aus Kunstfaser, die die Haare statisch aufladen. Der Haut zuliebe besser zu Baumwolle, Leinen oder anderen Naturfaserstoffen greifen.
  9. Trockene Raumluft meiden! Zwei- bis viermal pro Tag ordentlich lüften. Pflanzen sorgen zusätzlich für ein gesundes Raumklima. Die ideale Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 30 und 50 Prozent.
  10. Oft liegt bei Haarausfall ein Mangel an Vitaminen oder Spurenelementen vor. Ratsam ist hier Vitamin C, B-Vitamine, Ginkgo, Kupfer und Zink. Da es sehr schwierig ist, diese wichtigen Vitamine und Mineralstoffe in der richtigen Dosierung und Qualität mit der Nahrung aufzunehmen, kann man auf entsprechende Produkte zurückgreifen.

Bildnachweis:
inesbazdar - Fotolia

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