Beauty-Mythen: Was taugen Omas Schönheitstipps?

Zahnpasta hilft gegen Pickel, Zitronensaft hellt die Haare auf und heiße Wickel lassen Cellulite verschwinden? Jeder hat bestimmt schon mal von dem ein oder anderen Hausmittelchen gehört. Aber was taugen die Tipps von Oma wirklich? Wir räumen mit den größten Beauty-Mythen auf und verraten, was tatsächlich hilft.

Zahnpasta trocknet Pickel aus

Hilfe bei unreiner Haut

Ganz im Gegenteil! Die meisten Inhaltsstoffe in der Zahnpasta setzen den Pickeln sogar noch mehr zu und sorgen für Entzündungen. Also Finger weg! Entzündungshemmend und antibakteriell wirkt hingegen Teebaumöl. Einfach mehrmals täglich auf die betroffenen Stellen auftupfen. Am besten sollte die Haut vorher mit einem Gesichtsdampfbad vorbereitet werden. Das öffnet die Poren. Ganz wichtig: Nicht drücken, da sich der Pickel sonst weiter entzündet. Ein Abdeckstift (am besten mit antibakterieller Wirkung) kaschiert die unschönen Stellen. Wer unter unreiner Haut leidet, sollte sich regelmäßig bei der Kosmetik verwöhnen lassen. Das ist gut für die Haut und für die Seele.

Was gegen trockene Haut hilft, lesen Sie hier.

Cleopatras Geheimnis: In Milch baden für eine samtweiche Haut

Stimmt. Die Milchsäure macht die Haut samtig weich, das enthaltene Milchfett wirkt zudem rückfettend. Tipp: Für das Beauty-Bad 2 Liter Milch leicht erwärmen und etwa 3 Esslöffel Honig darin auflösen. Die Milch erst ins Badewasser geben, wenn die Wanne fast voll ist, damit sie nicht ausflockt.

Kamillentee gegen verquollene Augen

Hilfe bei geschwollenen Augen

Nein! Kamillentee kann allergische Reaktionen auslösen. Besser: schwarzer Tee. Teebeutel fünf Minuten ziehen und abkühlen lassen. Anschließend Schwarzteebeutel in Wasser tränken und diesen auf die Augen legen. Dadurch wird die Zellzirkulation angeregt und der Reiz gelindert. Auch hilfreich: Eine Kühlmaske aus dem Kühlschrank oder ein kalter Löffel. Einfach 5 bis 10 Minuten auflegen.

Täglich peelen für rosige Haut?

Ein Peeling löst abgestorbene Hautschüppchen und lässt die Haut wieder rosig erstrahlen. Aber: Zu häufiges Peelen schadet der Haut mehr, als es nutzt. Besser je nach Hauttyp etwa 2 – 4 x im Monat ein sanftes Peeling benutzen. Gegen einen fahlen Teint helfen andere, sanftere Hausmittelchen. Am besten: Viel kaltes Wasser ins Gesicht spritzen. Das erfrischt die Haut und weckt die müden Lebensgeister am Morgen. Die Durchblutung wird angeregt, die Haut schimmert rosig und Schwellungen gehen zurück.

Zitrone hellt die Haare auf

Stimmt. Zumindest bei blondem oder hellbraunem Haar. Am besten den Zitronensaft dafür mit etwas warmem Wasser vermischen und mit einer Sprühflasche auf dem Haar verteilen. Dann in der Sonne einwirken lassen. Bei sehr trockenen Haaren sollte zusätzlich Olivenöl beigemischt werden. Die Masse dann auf den Haaren auftragen und mit einem breiten Kamm verteilen. Da die Zitronensäure das Haar stark austrocknet, muss es nach der Aufhellung mit Zitronensaft besonders gepflegt werden. Achtung: Bei dunklem Haar sollte diese Methode nicht angewendet werden, denn die Haare könnten einen orangefarbenen Stich bekommen.

Glänzend: Zitronen haben noch einen weiteren positiven Effekt. Sie helfen mattem Haar wieder frisch und glänzend zu erscheinen – und der frischen Zitronenduft belebt zusätzlich den Geist. Dafür einfach 1 Eigelb mit dem Saft einer Zitrone und 1 Esslöffel Rum vermischen. Masse 5 bis 10 Minuten einwirken lassen und wieder gründlich ausspülen.

Honig gegen raue Lippen

Honig pflegt die Haut

Das hilft tatsächlich – und schmeckt sogar noch lecker. Honig ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Er spendet der Haut Feuchtigkeit sie kann sich regenerieren. Zudem wirkt Honig entzündungshemmend. Allerdings ist die Wirkung nur spürbar, wenn man den süßen Honig nicht sofort wieder ableckt!

Creme und Wickel gegen Cellulite?

Schön wär’s ja. Po und Beine einfach ein bisschen cremen und einwickeln und schon gehören die lästigen Dellen der Vergangenheit an. So einfach ist es leider nicht. Ob und wie sehr man von schwachem Bindegewebe und Cellulite betroffen ist, ist leider auch genetisch bedingt. Dennoch kann man gegen die unschöne Orangenhaut sowohl von innen als auch von außen etwas tun. Eine gesunde, vitaminreiche Ernährung ist das A und O. Der Verzicht auf stark salz- und zuckerhaltige Lebensmittel kann beispielsweise dazu beitragen, dass sich Fett und Wasser nicht so leicht unter der Haut einlagern. Sanfte Peelings (zum Beispiel mit gemahlenem Kaffee) und Wechselduschen verleihen der Haut zudem mehr Spannkraft, fördern die Durchblutung und regen den Stoffwechsel an. Und nicht zu vergessen: Bewegung! Wer keine Zeit oder Lust für das Training im Fitnessstudio hat, der sollte zumindest mehr Bewegung in den Tagesablauf einbauen. wie Treppen laufen statt Aufzug fahren oder mit dem Rad zur Arbeit fahren.

Noch mehr Beauty-Tipps und wie Sie Naturkosmetik einfach und schnell selbst herstellen, lesen Sie hier.

Bildnachweis
Fotolia.com
Young teenage girl with pimple © Igor Mojzes
Beautiful woman tea bag therapy for tired puffy eyes © Sanjay Deva
Spoon with honey © M.studio

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