Bewusst genießen gegen den Stress

Viele Menschen fühlen sich dauerhaft unter Druck und wissen kaum noch, wie sie die empfundenen negativen Belastungen ausgleichen sollen. Das entscheidende Gegengewicht auf der Waage der inneren Balance sind gute Gefühle. Denn sie sind lebenswichtig und steigern die Stresstoleranz.

Wohlfühlbad

Genussfähigkeit – Erfolgsrezept auch in stressigen Zeiten

Genuss ist der einfachste und schönste Weg, um schnell für gute Gefühle zu sorgen. Bewusst genießen geht so: Man konzentriert sich mit wachen Sinnen für kurze Zeit auf das, was einem gut gefällt und guttut. Dann die guten Gefühle spüren, die mit diesem schönen Augenblick verbunden sind – und den Moment voll auskosten.

Gute Gefühle sind wichtig

Genuss gerät gerade in Zeiten hoher Anspannung bei vielen Menschen ins Hintertreffen. Dabei gilt: Auch wer einen Marathon laufen will, geht nicht unvorbereitet an den Start, sondern erlernt Techniken und trainiert schon lange Zeit vor dem Lauf. Das ist mit dem Genuss nicht anders. "Wer seine Sinne und das Genießen über das Jahr hinweg trainiert hat, weiß, was ihm guttut. Er trägt ein gut gefülltes Päckchen mit persönlichen Genussmomenten mit sich und hat sie in jeder Stresssituation griffbereit", erklärt Gesundheitswissenschaftlerin und Genuss-Expertin Jutta Kamensky. Zuerst sei wichtig, sich klarzumachen, dass Genuss alles ist, was der Seele gut tue. "Jeder bestimmt für sich selbst, was er genießt", so Jutta Kamensky.

Genussmomente in der Natur

Genussmomente schaffen

Genüssliches ist in allen Lebensbereichen zu finden. Das kann ein Lieblingslied sein, das gesellige Beisammensein mit Familie und Freunden, der besondere Duft des Waldes, den man während eines Spaziergangs empfindet, eine leckere Praline oder auch die Vorfreude auf einen schönen Moment.

"Genießen geht ganz einfach", so Jutta Kamensky. "Wenn ich meine Sinne ganz bewusst auf einen schönen Moment richte, dann reicht der Duft oder ein kleines Stückchen von etwas Leckerem, und ich fühle mich gleich viel wohler. Solche Genussmomente gönne ich mir auch immer noch, wenn alle anderen schon längst mit ihren Nerven am Ende sind."

  • Tipp: Steigt die Anspannung zum Beispiel im Beruf oder Zuhause, sollte man sich zwischendurch eine Genusszeit erlauben. Ist zum Beispiel ein kleiner Park in der Nähe, sollte man ihn ansteuern und sich ein schönes Plätzchen suchen. Dort konzentriert man sich auf das, was spontan gut tut: das Zwitschern der Vögel, die Wärme der Sonne oder die Farbenpracht der Frühlingsblumen. Kurz innehalten und die wohltuende Erholung spüren. "Wer solche Genussmomente regelmäßig in den Alltag einbaut, gewinnt zuverlässig ein Stück Gelassenheit", sagt Jutta Kamensky.

Genießen lernen heißt also, den Blick auf die kleinen Freuden im Alltag richten und die angenehmen Momente bewusst erleben. Wer sich Genuss bewusst gönnt, wird innerlich ruhiger und macht nicht nur aus vermeintlich hektischen Phasen seine ganz persönliche Wohlfühlzeit.

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