Den Home-Office-Alltag mit kleinen Wellnessmomenten erleichtern

Für Millionen von Menschen zur Realität geworden: das Home-Office. Es ist für die meisten eine gänzlich neue Erfahrung – vor allem wenn es darum geht, produktiv und gleichzeitig gesund zu bleiben. Denn: Zu Hause ist es gar nicht so einfach, die Arbeit hinter sich zu lassen und dann abzuschalten. Doch auch oder gerade im Home-Office ist Erholung von besonderer Bedeutung. Das liegt auch daran, dass nicht selten eine Doppelbelastung vorliegt. Mitunter müssen nämlich gleichzeitig auch Kinder betreut werden. Die Akkus sind dann schnell leer. Umso wichtiger ist es, diese wiederaufzuladen. Mit den passenden Wellness- und Erholungsmomenten wird das möglich.

Wohltuende Massage auch ohne Masseur

Home-Office ist oft von Höchstleistungen geprägt. Leistungserbringung für den Arbeitgeber gepaart mit vielen Stunden verkrampften Sitzens sowie die täglichen Haushaltspflichten führen zu Anspannung, mangelnder Konzentration und auch Stress. Mitunter kommt es zu Verspannungen des Nackens und Schmerzen. Eine entspannende Massage am Ende des Tages wirkt dann wahre Wunder. Beliebt ist dabei unter anderem Shiatsu – eine Körpertherapie, die auf den Prinzipien der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) beruht. Da aber gerade körpernahe Dienstleistungen vor allem in Zeiten von Lockdowns nicht immer angeboten werden, müssen Arbeitnehmer andere Wege für ihre Entspannung finden. Mit einer Shiatsu-Sitzauflage lässt sich während der Arbeit etwas gegen vorhandene Verspannungen tun und so Problemen vorbeugen. Zwar ersetzt eine solche Auflage den Therapeuten und seine geschulten Griffe nicht, verglichen mit Schmerzmedikamenten ist sie aber sicher die bessere Wahl.

Spa-Tag statt Home-Office

Home-Office kann zu purem Stress werden. Auch wenn Stress inzwischen als „normal“ gilt und viele Menschen dauerhaft unter Druck stehen, ist es wichtig, Wege aus dem Stress zu finden. Nicht immer ist der Besuch eines Spas oder der Sauna möglich, also müssen manchmal die eigenen vier Wände als Wellnesstempel herhalten. Und hier bieten sich einige Dinge an, die für mehr Erholung sorgen.

Auf die eigenen Bedürfnisse hören

Generell ist es wichtig, auf die eigenen Bedürfnisse zu hören. Ganz nach dem Motto „Was das Herz begehrt“ stehen diese im Mittelpunkt. Wer nach Entspannung und Ruhe strebt, kann mit Yoga entgegenwirken. Der Drang nach Bewegung kann mit einem schönen Powerwalk durch den Wald befriedigt werden. Doch auch das Einkuscheln in den Sessel und das Hören der Lieblings-CD zum Abschalten helfen beim Entspannen.

Körper und Geist in den Entspannungsmodus versetzen

Die richtige Körperpflege gehört zu einem Wellness-Tag unbedingt dazu. Ein wohltuendes Bad kann den Körper in Entspannung versetzen, ätherische Öle und Kerzen sowie sanfte Musik runden die Atmosphäre ab und entspannen auch den Geist.

Im Freien tief durchatmen

Frische Luft ist wichtig für die Gesundheit und einen klaren Kopf. Deshalb sollte der Weg auch immer ins Freie führen. Hier kann man tief durchatmen und sich wieder auf sich selbst und das, was wirklich wichtig ist, fokussieren.

Immer bei sich sein

Im Home-Office verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeitsalltag und Freizeit sehr schnell. Es wird mehr gearbeitet, Pausen werden vergessen und Abschalten nur schwer möglich. Deshalb sollten ganz bewusst Pausen eingelegt werden. Laptop, Telefon und vielleicht sogar Haustürklingel sollten abgeschaltet werden. Das hilft, sich auf sich selbst zu konzentrieren.

Vorsicht vor den Risiken des Home-Office

Ähnlich wie am regulären Arbeitsplatz sollte auch im Home-Office die Zufriedenheit erhalten bleiben. Psychische Belastungen müssen so gut wie möglich reduziert werden. Auch im Home-Office ist die Arbeitsintensität in den vergangenen Jahren weiter gestiegen. Neue Anforderungen und Arbeitsverdichtung nehmen zu, weshalb sich vor allem „Neulinge“ im Home-Office auch dem Erholungsaspekt widmen sollten. Denn nur so bleibt die Gesundheit erhalten.

Erschöpfung beim Home-Office steigt

Im Home-Office lassen sich Familie und Beruf zwar häufig besser vereinbaren, weil die Arbeitszeit frei und selbstständig gestaltet werden kann und auch mehr Entscheidungsfreiraum vorhanden ist. Dennoch sind psychische Belastungen vorhanden und mitunter kommt es häufiger zu Erschöpfungszuständen.

In Studien hat sich gezeigt, dass es im Home-Office auch deutlich häufiger zu Verärgerung und Wut sowie Nervosität und Reizbarkeit kommt. Die Folge sind Konzentrationsprobleme und Schlafstörungen. Der Grund ist simpel: Privatleben und Job werden oft miteinander vermischt, weshalb die Erholungsphasen deutlich kürzer ausfallen. Ein Abschalten von der Arbeit wird nur schwer möglich.

Tipps für Produktivität und Wohlfühlatmosphäre

Auch zu Hause ist es durchaus möglich, produktiv zu arbeiten und sich gleichzeitig wohlzufühlen. Folgende Tipps helfen dabei:

  • Ein ergonomischer Arbeitsplatz, der gut aufgeräumt und von den Privaträumen abgegrenzt ist sowie verbindliche Absprachen, störungsfreies Arbeiten und eine To-Do-Liste garantieren Erfolg im Home-Office.
  • Werden erste Stresssignale wahrgenommen, kann mit Pausen zur „inneren Ruhe“ zurückgefunden werden. Auch Entspannungsmethoden können dabei helfen. Das gilt ebenfalls für computerfreie Pausen.
  • Bewegung ist sehr wichtig. Vor allem für diejenigen, die den ganzen Tag am heimischen Schreibtisch arbeiten müssen. Ein Spaziergang belebt und macht den Kopf frei.
  • Ausreichend Flüssigkeit ist immer essenziell, etwa zwei bis drei Liter pro Tag sollten es mindestens sein. Dabei ist ungesüßten und nicht alkoholischen Getränken – bestenfalls natürlich Wasser – der Vorzug zu geben.
  • Im Home-Office können kurze Schlafpausen erfrischen wirken. Sie sollten aber nicht länger als 15 Minuten andauern.
  • Ein regelmäßiger Austausch mit Kollegen und Kolleginnen ist von großer Bedeutung. Dafür eignen sich Video-Calls oder auch Telefongespräche. Dadurch entsteht ein Gefühl von Nähe.
  • Konflikte und Frustrationen müssen offen angesprochen werden – unabhängig davon, ob dies Unbehagen bereitet.
  • Kollegialität ist auch im Home-Office enorm wichtig.
  • Auch im Home-Office ist irgendwann Feierabend. Diese Zeit sollte genutzt werden. Laptop und Firmenhandy sind dann tabu, Hobbys sind in dieser Zeit wichtig.

Mit Kindern im Home-Office – eine besondere Herausforderung

Wenn die Kinder zu Hause sind und gleichzeitig die Arbeit erledigt werden muss, kann dies sehr stressig werden. Bei vielen Eltern liegen dann die Nerven nahezu blank, was meist auch die Kinder zu spüren bekommen. Das Problem, was traurige Wahrheit ist: Nirgends benehmen wir uns so schlecht wie daheim. Das gilt für Eltern und Kinder gleichermaßen. Zwar muss niemand immer fröhlich und ausgelassen sein, es ist allerdings wichtig, mit den vorherrschenden Gefühlen richtig umzugehen. Auch Eltern dürfen natürlich genervt sein – entscheidend ist, dass sie auch mal Sorge für sich selbst tragen. Nur so lässt sich die Beziehung zur eigenen Familie aufrechterhalten. Und so können Eltern auch für ihre Kinder optimal da sein.

Eltern sollten sich Pausen verschaffen. Das kann bei älteren Kindern durchaus auch ein Spaziergang sein, jüngere Kinder dürfen – auch wenn es nicht pädagogisch wertvoll ist – auch mal eine längere Medienzeit zugesprochen bekommen. Wichtig ist, dass Eltern Zeit zum „Dampf ablassen“ haben, um diesen nicht an den Kindern auszulassen.

Gerade in stressigen Zeiten – wie es Home-Office bei gleichzeitiger Kinderbetreuung der Fall ist – sind Freundlichkeit und Behutsamkeit das A & O. Damit lässt sich Stress reduzieren, denn schlechte Laune macht vieles oft schlimmer.

Erholungszeit lässt sich nicht aufschieben

Auch wenn Home-Office keine Pflicht ist, gibt es immer mehr Arbeitnehmer im Home-Office. Aktuell arbeiten etwa 25 Prozent der Arbeitnehmer im Home-Office, was mehr als zehn Millionen Berufstätigen entspricht. Für viele ist die Work-Life-Balance bei diesem Arbeitsmodell deutlich besser. Und dennoch ist es nicht immer einfach, denn die Anforderungen sind ganz andere. Wer im Home-Office arbeitet, muss sich selbst um die Technik kümmern. Es gibt keine Kantine und auch so vermischt sich häufig das Privatleben mit der Arbeit. Unter Umständen kann das zu psychischen Belastungen führen.

Wer von der Situation überfordert ist, muss sich dies unbedingt auch eingestehen. Entscheidend ist dann, beide Lebensbereiche klar voneinander zu trennen. So kann es hilfreich sein, eine Feierabendzeit festzulegen. Dabei sollte sich aber jeder bewusst machen, dass Zeit für Erholung nicht aufgeschoben werden kann. Regeneration ist unheimlich wichtig, um ausreichend Energie für die Arbeit zu haben. Die Arbeit auch mal Arbeit sein lassen, ist essenziell und auch klug.

Bildnachweis:

Abb. 1: pixabay.com @ Activedia (CCO Creative Commons)
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