Low Carb - Verzicht oder mehr Lebensqualität?

Ernährung bedeutet heute weit mehr, als lediglich das Hungergefühl zu bekämpfen. Ernährung ist zum Trend geworden. Fast jeder, der sich bewusst mit seinem Körper und seiner Gesundheit auseinandersetzt, stellt sich irgendwann auch die Frage, welche Nahrungsmittel sein Körper braucht, um bis ins hohe Alter optimal zu funktionieren. Die Auswahl an Möglichkeiten für die persönliche Ernährungsform ist groß. Ob vegan, vegetarisch, fettarm oder Low Carb - im Diäten-Dschungel können Sie schnell die Orientierung verlieren. Darum beleuchten wir etwas genauer, was sich hinter einem der aktuellen Trends verbirgt: Was hat es mit Low Carb auf sich?

Kochen mit Gemüse

Zunächst erklärt schon der Name, worum es sich handelt. Low Carb (zu deutsch: wenig Kohlenhydrate) dreht sich weitestgehend um den Verzicht auf die meisten Kohlenhydrate, allen voran Weißmehl und Zucker. Statt dessen können Sie ausgiebig auf die breite Palette von Gemüse, ausgewähltem Obst, Proteinen und gesunden Fetten zurückgreifen. Auch kleine Mengen von Kartoffeln, Reis oder zuckerreichen Früchten sind durchaus erlaubt. Die fallen erst bei der strengeren Form No Carb (also gar keine Kohlenhydrate) komplett weg.

Ganz ohne Kohlenhydrate?

Aber ist der Verzicht auf Kohlenhydrate wirklich sinnvoll? Schließlich sind die die Haupt-Energielieferanten für unser Gehirn. Trotzdem, es geht auch wunderbar ohne sie. Denn Kohlenhydrate gehören nicht zu den essenziellen Lebensmitteln, der Körper braucht sie nicht zum Überleben. Die für die Zellen wichtige Glukose stellt er selbst her, wenn er genügend Fette und Proteine bekommt. Das ist für uns nur etwas anstrengender als Glukose quasi auf dem Silbertablett direkt über Kohlenhydrate geliefert zu bekommen. Aber sehen Sie es positiv - ein Körper, der sich anstrengt, verbraucht auch mehr Kalorien. Und deshalb gehört Low Carb auch zu den beliebtesten Diäten, wenn es darum geht, auf gesunde Art lästige Pölsterchen zu verlieren. Zusätzlich freut sich unser Immunsystem über die vielen Nährstoffe und Vitamine aus dem bunten Mix Gemüse, den Low Carbler täglich verzehren.

Bunte Vielfalt im Gemüsefach - Kochen nach Low Carb

Und was es da alles gibt! Machen Sie mal wieder einen Bummel über den Gemüsemarkt und genießen Sie die Vielfalt an bunten Leckereien. Saftige rote Paprika, leuchtend orangene Karotten oder eine dunkle Aubergine - da isst das Auge wirklich mit. Oder vielleicht mal etwas ganz Anderes? Mit Kürbissen oder Pastinaken auf dem Teller werden Ihnen die gewohnten Kartoffeln kaum fehlen. Bei der großen Auswahl brauchen Sie sich auch keine Gedanken mehr darüber zu machen, ob Ihr Körper ausreichend mit Vitaminen versorgt ist. Ergänzt wird das Ganze durch hochwertiges Fleisch, Fisch, Bio-Eier, Milchprodukte, Hülsenfrüchte oder Nüsse. Zur Zubereitung bietet sich ein gutes Öl, beispielsweise Olivenöl an.

Tipp: Es gibt bereits einige Kochbücher mit leckeren Low-Carb-Rezepten. Aber versuchen Sie es zu Anfang erst mal mit dem Internet! In zahlreichen Foren tummeln sich kreative Köche mit wirklich tollen Rezepten - kostenlos.

Gesund kochen und essen

Sie sehen, bei Low Carb kommen Sie nicht um das Kochen herum. Denn kaum ein Produkt aus der Fertigabteilung oder der Tiefkühltruhe ist low-carb-tauglich. Zucker ist so gut wie immer enthalten. So können Sie aber auch sicher sein, Ihren Lieben und vor allem Ihrem Körper frische Nahrung ohne Zusätze anzubieten. Denn Sie wissen jetzt genau, was in Ihrem Kochtopf steckt. Die regionalen, saisonalen Gemüsesorten versorgen Sie mit genau dem, was Sie in der jeweiligen Jahreszeit so brauchen und auch der Bauer vor Ort wird unterstützt.

Wenn Sie sich jetzt fragen, wie Sie das Kochen ohne die gewohnten Kartoffeln oder Nudeln meistern sollen - tasten Sie sich einfach langsam heran. Lassen Sie zum Gemüse mit Fleisch oder Fisch einfach mal die Beilage weg. Es schmeckt und sättigt tatsächlich auch so. Viele Low Carbler haben auch pfiffige Ideen entwickelt, um Sättigungsbeilagen mit Gemüse zu ersetzen. Haben Sie zum Beispiel schon mal einen Kartoffelsalat gegessen, der gar keine Kartoffeln enthält? Weich gekochte Kohlrabi sind hier das Zauberwort. Oder eine Pizza, üppig belegt, deren Boden aus Blumenkohl besteht? Low Carb-Fans schwören, hier keinen Unterschied zum Original mehr zu schmecken. Selbst Brot ohne Mehl können Sie einfach und leicht selbst backen. Versuchen Sie es einfach mal.

Übrigens müssen Sie sich auch vor Restaurant-Besuchen nicht fürchten. So gut wie alle Kellner nehmen Ihren Wunsch, auf die Pommes zu verzichten, selbstverständlich entgegen. Auch der China-Imbiss Ihres Vertrauens lässt gerne für Sie beim gemischten Gemüse mit Rindfleisch den Reis einfach weg. Einige Lokale sind bereits auf Low Carbler eingestellt und bieten sogar Gerichte wie Burger ohne Brötchen direkt auf der Karte an.

Gesund und fröhlich - Ein neues Lebensgefühl dank Low Carb

Lebensmittel können glücklich machen

Wenn Sie sich tatsächlich für ein Leben ohne Kohlenhydrate entschieden haben, werden sicher auch Sie bald von den Veränderungen in Ihrem Leben schwärmen. Neben dem netten Effekt der Gewichtsabnahme berichten Low Carbler auch von einem verbesserten Lebensgefühl. Die ständigen Hochs und Tiefs des Blutzuckerspiegels, die von Kohlenhydraten verursacht werden und zum Beispiel für das unbeliebte Nachmittagstief verantwortlich sind, fallen einfach weg. So verschwindet auch das nagende Hungergefühl zwischen zwei Mahlzeiten. Genießen Sie mittags einen frischen Salat mit Hühnchenbrust und Sie werden die nächsten Stunden angenehm satt sein - ohne Völlegefühl, Sodbrennen oder Heißhungerattacken. Durch die vielen Nährstoffe und Proteine verbessern sich Haut, Nägel und Haare und Sie fühlen sich fit und vital. Einige behaupten sogar, nach der Umstellung besser und tiefer zu schlafen. Sie glauben das nicht? Warum nicht einfach den Versuch wagen?

Noch ein kleiner Tipp: Der Körper braucht immer wenige Tage, um sich von der gewohnten Ernährung auf die neue Diät umzustellen. Die so genannte Low-Carb-Grippe führt in den ersten zwei bis drei Tagen der Umstellung eventuell zu Kopfschmerzen und Müdigkeit. Keine Sorge, das geht schnell vorbei. Starten Sie aber deshalb besser nicht an einem hektischen Montag und planen Sie diese Phase ein.

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