Richtig saunieren - die goldenen Regeln

Regelmäßiges Saunieren ist gut für die Gesundheit, jedoch gibt es einige Erkrankungen, bei denen es nicht empfohlen werden kann oder sogar untersagt werden muss. Die optimale Wirkung des Saunierens entfaltet sich außerdem erst dann, wenn man ein paar Regeln beachtet. Diese „Goldenen Regeln“ für das richtige Saunabaden helfen insbesondere dem Saunaneuling, das Saunabad mit seinen positiven Wirkungen auf Körper und Seele voll auszuschöpfen.

Aufgussrituale in der Sauna

Saunieren ist im Trend. Die Zahl der Saunagänger ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen und so hoch wie nie zuvor. Mehr als 30 Millionen Menschen saunieren inzwischen in Deutschland regelmäßig. Doch gerade Anfänger wissen oft nicht, wie ein Saunabesuch abläuft und was sie dabei beachten sollten.

Hören Sie auf Ihren Körper!

Die empfohlene Aufenthaltsdauer liegt zwischen 8 und 15 Minuten, allerdings sollte sich jeder auf sein eigenes Körpergefühl verlassen. Um den Kreislauf zu stabilisieren ist es ratsam, sich in den letzten Minuten des Saunaganges aufrecht hinzusetzen. Meiden Sie die Sauna bei akuten Infektionen und sprechen Sie bei Kreislauferkrankungen und anderen chronischen Beschwerden zunächst mit Ihrem Arzt.

Warum Sauna in der Schwangerschaft gesund für Mutter und Kind ist und wie sich ein Saunabad auf die Geburt auswirkt, lesen Sie hier.

Ein Saunabad dient besonders der körperlichen Erholung und psychischen Entspannung. Um die Wirkung der Sauna beizubehalten und um ungünstige Kreislaufreaktionen zu vermeiden, sollte deshalb nach der Sauna auf sportliche Betätigungen verzichtet werden. Eine Massage dagegen kann zwischen den Saunagängen oder im Anschluss an die Sauna die entspannende Wirkung noch verstärken.

Nehmen Sie sich Zeit!

Die optimale Wirkung des Saunabadens erreichen Sie nur, wenn Sie sich Zeit lassen. Für einen vollständigen Saunabesuch inklusive Reinigung, Saunagängen, Abkühlung und Ruhephasen benötigen Sie mindestens 2 Stunden.

Saunieren soll entspannen, nacheinander verschiedene Anwendungen abzuarbeiten wird den Körper hingegen eher belasten.

Trinken Sie viel!

Vor und nach dem Saunagang ist es wichtig viel Flüssigkeit, am besten in Form von Wasser, Schorlen oder Tee, zu sich zu nehmen. Gehen Sie außerdem nicht mit leerem und auch nicht mit zu vollem Magen in die Sauna. Das belastet den Kreislauf.

Richtig saunieren - so geht's

Richtig schwitzen in der Sauna

In den meisten Sauna- und Wellnessanlagen hängen die wichtigsten Saunaregeln aus. Auch der Deutsche Sauna-Bund e.V. hat Regeln für den richtigen Saunaablauf
herausgegeben. Mit den nachfolgenden „Goldenen Regeln“ für das richtige Saunabaden können Sie das Saunabad mit seinen positiven Wirkungen auf Körper und Geist voll ausschöpfen.

Reinigung

Vor dem Saunagang sollten Sie sich unter der Dusche gründlich waschen und anschließend gut abtrocknen – trockene Haut schwitzt schneller!

Fußbad

Mit kalten Füßen sollten Sie nicht in die Sauna gehen. Durch ein warmes Fußbad vor dem Saunagang wird die Durchblutung angeregt und die Füße werden warm. Ein Nebeneffekt: das Schwitzen wird gefördert.

Sitzplatz

In einer finnischen Sauna gibt es oft drei Holzbänke, die verschiedene Höhen haben. Auf der höchsten Sitzfläche ist es mit einer Temperatur von bis zu 90 Grad am intensivsten. Anfänger oder empfindliche Personen sollten erst einmal die unteren beiden Sitzbänke verwenden. Zudem eignen sich Dampfbäder oder Farblichtsaunen, sogenannte kreislaufschonende Niedrigtemperatur-Saunen, bestens für Sauna-Neulinge.

Wichtig: Legen Sie bitte in der Sauna aus hygienischen Gründen ein Handtuch auf Ihren Platz, damit kein Schweiß auf die Bänke gelangt.

Abkühlung

Nach dem Saunagang braucht Ihr Körper viel Sauerstoff. Machen Sie deshalb zunächst einen kleinen Spaziergang an der frischen Luft. Danach können Sie sich mit einem Kneippschlauch oder einer Schwallbrause abkühlen, um anschließend in das Kalttauchbecken zu gehen.

Ruhen

Gönnen Sie sich zur weiteren Entspannung eine Ruhephase von mindestens 15 Minuten wahlweise auf einer Liege im Ruhebereich oder im Whirlpool. Auch eine Massage fördert nach einem Saunagang den Effekt der Entspannung. Verzichten Sie nach dem Saunabesuch bitte auf Sport. Das belastet den Kreislauf zu stark.

Finale

Empfehlenswert ist es, den kompletten Vorgang bis zu dreimal zu wiederholen. Sie können aber natürlich nach Lust und Laune entscheiden, wie viele Sauna-Rituale Sie machen. Beim abschließenden Duschen ist die Verwendung von Duschgel o.ä. übrigens nicht nötig, da die Haut durch das Schwitzen bereits gründlich gereinigt wurde.

Sauna macht gute Laune

Saunieren ist nicht nur gesund. Sauna macht auch glücklich. Bei einem Saunabesuch werden vermehrt körpereigene Glückshormone, sogenannte Endorphine, freigesetzt, durch die sich die Stimmung bessert. Noch ein Grund mehr, öfter in die Sauna zu gehen.

Übrigens: Was für Erwachsene gilt, hat auch bei Babys und Kleinkindern bestand. Die wichtigsten Regeln für einen Saunabesuch mit dem Nachwuchs finden Sie hier: Sauna für Babys und Kleinkinder

Bildnachweis:
sabine hürdler - Fotolia
weseetheworld - Fotolia

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