Gesundes Wohnen: 5 Tipps für mehr Wohlbefinden

Wenn Sie sich nach einer neuen Wohnung umsehen, sollten Sie immer ein wachsames Auge haben, denn nicht selten kann es passieren, dass einem die vermeintliche Traumimmobilie tatsächlich krankmacht. Was hier so pathetisch klingt, hat leider einen ernsten Hintergrund. Die Umgebung sowie das Interieur können einen entscheidenden Beitrag zur Gesundheit – oder eben auch Krankheit – leisten.

Die Wahl der Umgebung

Die Lage der Wohnung wirkt sich bereits stark auf Ihr Wohlbefinden darin aus. Nicht umsonst können Sie auf den meisten Immobilienportalen im Internet Ihren bevorzugten Stadtbezirk angeben. Die Wahl der Umgebung ist meist eine sehr persönliche Entscheidung, die von mehreren Faktoren abhängig ist. Unter anderem zählen dazu die Nähe zum Arbeitsplatz, eine gute Infrastruktur sowie der Quadratmeterpreis


Und hier beginnen allerdings auch schon die gesundheitlichen Auswirkungen. Wer sich beispielsweise aus Geldgründen in einem Problembezirk niederlässt, in dem eine hohe Kriminalitätsrate herrscht, wird oft beim Nachhauseweg von Angst begleitet. Dies strapaziert die Nerven und kann auf Dauer wirklich krank machen.

Nicht viel besser sieht es allerdings mit zentralen Wohnungen mit idealer Infrastruktur aus. Wenn Sie sich für eine Wohnung an einer Hauptverkehrsstraße entscheiden, bringt das viel Lärm mit sich, dem Sie beinahe schutzlos ausgesetzt sind. Dieser Faktor wird leider häufig unterschätzt, obwohl er doch sehr wichtig ist. Eine Langzeitstudie des Berliner Robert Koch Instituts hat ergeben, dass sich bei einem regelmäßigen Schallpegel von mehr als 55 Dezibel das Risiko von Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht.

Ein weiterer Risikofaktor, der aber immerhin vielen Menschen bewusst ist, ist die Belastung durch Abgase bzw. Feinstaub. Vor allem an zentralen Verkehrsknotenpunkten ist das Risiko erhöht.

Diese Belastungen können unter anderem zu chronischem Schlafmangel, erhöhten Blutzucker- und Blutfettwerten, chronischer Bronchitis und Asthma oder gar Krebserkrankungen führen. Legen Sie daher Wert auf eine gute Schalldämmung oder bevorzugen Sie ruhige Umgebungen.

Schadstoffbelastung in der Wohnung – die besten Tipps

Doch außerhalb der Wohnung hört es leider nicht auf mit den Gefahren für das körperliche und seelische Wohl. Da wir rund 20 Stunden am Tag in geschlossenen Räumen verbringen, sollten Sie diese Gefahren auch keinesfalls unterschätzen. Die folgenden Tipps helfen Ihnen, gesund zu bleiben.

Sorgen Sie für ein gutes Raumklima

Dies hört sich komplizierter an, als es tatsächlich ist. Hier geht es vereinfacht gesagt darum, eine gute Innenluftqualität herzustellen. Ansonsten können sich unter anderem folgende Probleme ergeben:

  • Schimmel: Warme, feuchte Luft fördert die Schimmelbildung. Daher sind auch vor allem Küchen und Badezimmer vom lästigen Befall betroffen. Zum Glück können Sie der Schimmelbildung ganz einfach durch regelmäßiges Lüften vorbeugen. In der kalten Jahreszeit ist vor allem Stoßlüften sehr effektiv.

    TIPP: Vermeiden Sie offene Türen zwischen kalten und warmen Räumen.
    Zusatztipp für Hausbauer: Setzen Sie auf Lehm als Alternative zu herkömmlichen Baustoffen. Lehm hat feuchtigkeitsregulierende Eigenschaften für ein gesundes, schimmelfreies Wohnen, indem er Luftfeuchtigkeit aufnimmt und speichert. So filtert Lehmputz die Raumluft und bindet Schadstoffe.
  • Hausstaubmilben: Vor allem für Allergiker stellen Hausstaubmilben ein großes Problem dar. Die lästigen Tierchen hinterlassen ihren Kot auf Staub, den Sie anschließend einatmen. Keine allzu schöne Vorstellung, oder? Die Tiere ernähren sich vor allem von Schimmelpilz und Hautschuppen. Wie Sie ersteres bekämpfen können, wissen Sie bereits. Nun gilt es, häufig zu lüften, milbenundurchlässige Bettwäsche zu kaufen und diese heiß zu waschen und zu bügeln.

    TIPP: Zusätzlich zu den anderen Maßnahmen können Sie Ihre Wohnung einmal im Jahr mit dem Wirkstoff des Neembaumes behandeln.

Bekämpfen Sie Giftstoffe

Nicht nur das Raumklima schadet Ihrer Gesundheit, auch Giftstoffe tragen ihren Teil zu Ihrem Unwohlsein bei. Hier finden Sie diese:

  • Boden: Wahrscheinlich hätten Sie nicht vermutet, dass der Boden ein Herd für Giftstoffe ist. Doch der Boden kann sowohl die allgemeine Lufthygiene als auch das Raumklima und den Gehkomfort beeinflussen. Außerdem kann es zur Freisetzung von Giftstoffen durch Kleber, belastete Materialien und Reaktionsprodukte derselben kommen. Gefährliche Stoffe sind unter anderem:

    - Formaldehyd, das aus Spanplatten, Schränken und Lacken austreten kann.
    - Lösungsmittel, die in Lack und Kleber vorkommen können
    - Weichmacher aus Teppichen und Tapeten
    - Pyrethroide in Wollteppichen
    - PCB in Fugendichtungen
    PCP aus Dachböden und Wandverkleidungen

    TIPP: Setzen Sie auf kurzflorige Teppiche, die Staub binden und für Allergiker geeignet sind. Verspannen Sie den Teppich, anstatt ihn zu kleben, um Lösungsmittel zu vermeiden. Und lassen Sie die Räume durch einen Umwelthygieniker überprüfen.
    Zusatztipp: „Schadstoffgeprüft“ bedeutet nicht immer „Schadstofffrei“ – schauen Sie beim Kauf genau hin!
  • Elektrosmog: Dies bezeichnet den Effekt aller elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Felder. Diese entstehen durch Stromleitungen, Kabel oder Sendeanlagen, also quasi durch jedes Haushaltsgerät und jedes Handy. Elektrosmog kann Hormonstörungen verursachen, chronische Müdigkeit hervorrufen und sogar Krebs erregen.

    TIPP: Minimieren Sie elektromagnetische Felder so gut es geht. Setzen Sie zum Beispiel auf metallfreie Möbel und Betten.

Der Umzug in eine neue Wohnung ist immer mit etwas Aufregung verbunden. Nicht zu Unrecht, kann schließlich die neue Wohnung ein Garant für Gesundheit oder das genaue Gegenteil werden. Die oben genannten Tipps helfen Ihnen dabei, nicht in einen Krankheitsherd einzuziehen und das gute Wohnungsklima für lange Zeit aufrecht zu erhalten.

Das Immobilienmaklerbüro SAGE in Zell am See ist bekannt für Umfassende Markt- und Branchenkenntnis in Kombination mit Verlässlichkeit und Engagement werden also nicht nur von seinen Kunden, sondern auch von der Fachjury der European Property Awards, geschätzt.

Bildnachweis: 

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© auntmasako - pixabay.com

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