Ohrenkerzen

Eine Behandlung mit Ohrenkerzen (Ear Candeling) verspricht Wellness pur - und daneben eine sanfte Methode zur Heilung von Ohrenschmerzen. Wir erklären, wie die hohlen Kerzen funktionieren und worauf Sie bei der Anwendung achten müssen.

Ohrenkerzen – mehr als nur Ohrenreinigung

Ohrenkerzen und Klangschalen

Ohrenkerzen haben mit den klassischen Lichtspendern nur wenig zu tun. Sie sind innen hohl und nach unten hin leicht zugespitzt, damit sie in die Ohrmuschel passen. Sie bestehen auch nicht vollständig aus Wachs und haben keinen Docht. Manchmal werden noch ätherische Öle zugesetzt, die beim Abbrennen ihren angenehmen Duft verbreiten.

Um zunächst einmal mit einem Missverständnis aufzuräumen: Ohrenkerzen „saugen“ keinen Dreck aus den Ohren. Im Inneren der Kerze bildet sich zwar ein leichter Luftzug, das reicht allerdings nicht für den „Staubsaugereffekt“ aus. Er ist aber stark genug, um das Trommelfell leicht zu massieren und es dadurch zu kräftigen.

Durch die Wärme der Kerzen wird das Ohrenschmalz verflüssigt und fließt nach der Behandlung einfach ab. Daneben gibt es noch zahlreiche andere Vorteile für die Gesundheit und das Wohlbefinden.

Ear Candeling: Körper und Seele im Einklang

Das Wachs stimuliert beim Abbrennen der Ohrenkerzen zahlreiche Akupressurpunkte im und am Ohr. In der traditionellen asiatischen Medizin (TCM) spielen diese Punkte eine große Rolle für das gesamte Körpersystem. Ihre Stimulation sorgt für eine gesunde Balance von Körper und Seele. Auch der Blutkreislauf im Ohr profitiert von den Ohrenkerzen.

Viele Menschen nutzen die Ohrenkerzen für ihre positiven Auswirkungen auf die körperliche Gesundheit. Die kleinen Wundersticks können aber noch mehr! Da die Ohren stark durchblutet werden und der Blutkreislauf durch das Abbrennen sogar noch angeregt wird, steigert nur eine einzelne Anwendung das Wohlbefinden. Da man während der Behandlung etwa eine Stunde ruhig liegt und sich der Körper entspannen kann, ist eine Ohrenkerzen-Anwendung Wellness pur.

Ohrenkerzen: In 5 Schritten zur Entspannung

  1. Alleine können Sie die Anwendung nicht durchführen – Sie brauchen jemanden, der die Kerze während der Behandlung festhält und darauf achtet, dass nichts passiert. Für alle Fälle sollte auch immer Wasser bereitstehen.
  2. Für die Anwendung sollten Sie sich mindestens eine Stunde Zeit nehmen. Ohrenkerzen brennen etwa 10 bis 15 Minuten lang und sollten nacheinander in beiden Ohren benutzt werden. Entspannen Sie sich, machen Sie entspannende Musik an und atmen Sie ruhig und gleichmäßig.
  3. Ihr Partner setzt die Kerze sanft auf den Gehörgang (nicht einführen!) und zündet sie an. Die Ohrenkerze brennt dann gleichmäßig herunter. Wenn die erste Kerze heruntergebrannt ist, folgt das andere Ohr mit einer neuen Kerze.
  4. Entspannung – am besten bleiben Sie ruhig liegen und halten die Ohren warm und trocken. Auf keinen Fall direkt nach der Ohrenkerzenbehandlung duschen oder baden!
  5. Experten empfehlen, einmal im Monat Ohrenkerzen anzuwenden. Bei akuten Problemen wie einer Ohrenentzündung können sie bei Bedarf auch täglich genutzt werden – wenn sich die Symptome nach 5 Tagen nicht bessern, sollte allerdings ein Arzt aufgesucht werden.

Ohrenkerzen für die ganze Familie

Ohrenkerzen sind auch für Kinder geeignet. Die Behandlung sollte aber immer unter Aufsicht der Eltern stattfinden – schließlich kann man sich leicht verbrennen, wenn etwas schief geht. Gerade sehr kleine Kinder sprechen aber gut auf die Anwendung an – besonders bei Erkältungskrankheiten sind Ohrenkerzen ein sanftes Naturheilmittel. Eine Altersbegrenzung gibt es grundsätzlich nicht – allerdings sollte das Kind in der Lage sein, 15 bis 20 Minuten ruhig liegen zu bleiben. Ein Märchen oder ein Hörbuch lenkt die lieben Kleinen während der Behandlung ab.

Es gibt speziell für Kinder entwickelte Ohrenkerzen, die einen kleineren Durchmesser haben und kürzer brennen. Besonders bei leichten Ohrenentzündungen ein Geheimtipp.

Tipp: Achten Sie beim Kauf immer darauf, dass die Ohrenkerzen als Medizinprodukt zertifiziert sind!

Körperkerzen regen den Blutkreislauf an

Neben den klassischen Ohrenkerzen gibt es auch noch sogenannte Körperkerzen, die den Blutkreislauf an besonders gut durchbluten Stellen anregen sollen. Nach der Meridiantheorie, auf der die Akupunktur basiert, wird körperliches Unwohlsein durch eine Störung des Energiekreislaufs hervorgerufen. Die hohlen Körperkerzen sorgen für einen leichten Unterdruck auf den wichtigsten Punkten und stimulieren damit den Energiefluss. Besonders auf den Chakren funktioniert diese Behandlung gut.

Der Vorteil von Körperkerzen? Sie können auch alleine angewendet werden, also ohne einen zweiten Partner, der die Kerze gerade hält. Sie sind mit verschiedenen Aromen wie zum Beispiel Zimt oder Anis angereichert, die verschiedene Wirkungen haben und das Wohlbefinden steigern.

Bildnachweis:
© Kzenon - Fotolia

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