Yoga

Yoga ist Teil der indischen philosophischen Lehre und beschreibt verschiedene Techniken, deren Ziel immer die Selbsterkenntnis des Übenden ist. Dabei unterscheiden sich die verschiedenen Formen im Hinblick auf körperliche und geistige Übungen. Doch Yoga ist mehr als Fitness in anmutigen Körperstellungen. Von mehr Gelassenheit bis hin zu stärkerer Konzentration: Der indische Alleskönner bringt mehr Struktur und Ruhe in den Alltag.

Yoga für ruhigen Schlaf

Der Wortherkunft nach bedeutet Yoga so viel wie „Einheit“ oder „Harmonie“. Hin und wieder wird es auch mit „Integration“ oder „Anpassen“ übersetzt. Ziel aller Übungen ist immer das Einswerden mit dem Bewusstsein bzw. die Bewusstwerdung der Verbundenheit zwischen Körper, Geist und dem gesamten Kosmos.

Das Grundverständnis von Yoga hat sich in den vergangenen Jahrhunderten kaum geändert, die Umsetzung – gerade in Westeuropa – jedoch schon. Hier beruht Yoga eher auf der modernen Form der Lehre, wie sie im 19. Jahrhundert entstanden ist. Dabei steht weniger die hinduistische Spiritualität im Vordergrund, sondern eher die positiven Auswirkungen auf Körper, Geist und Seele im Alltag.

Grob lässt sich Yoga in vier Bereiche einteilen:

  • Körperübungen: Die Körperübungen, auch Asanas genannt, stellen den Yogabereich dar, den die meisten Westeuropäer kennen. Von einfachen Übungen bis hin zu komplizierteren Techniken wie dem Kopfstand ist alles möglich.
  • Meditationsübungen: Die Übungen sollen die Konzentration fördern und den Geist beruhigen. Meist folgen sie auf die Asanas, da der Körper dann in einem entspannteren Zustand ist.
  • Atemübungen: Je achtsamer und bewusster wir atmen, desto eher finden wir laut der Yoga-Lehre den Weg zu unserer inneren Mitte. Die Yoga-Lehre geht davon aus, dass Atmung und Wohlbefinden eng miteinander verbunden sind.
  • Entspannungsübungen: ob Tiefenentspannung, autogenes Training oder progressive Muskelentspannung – Yoga bedient sich unterschiedlicher Entspannungstechniken, um Körper und Geist langfristig und nachhaltig zu regenerieren.

Immer neue Trends: Yoga verändert sich ständig

Insgesamt teilt sich die klassische Yoga-Lehre sogar in sechs Bereiche: Neben dem bekannten Hartha Yoga (Körper) gibt es noch Raja Yoga (Meditation), Karma Yoga (Handlungen), Jnana Yoga (Wissen), Bhakti Yoga (Hingabe) und Kundalini Yoga (Energie). In wie viele Arten Yoga unterteilt wird, hängt dabei stark von der jeweiligen Lehre ab, nach der die Übungen ausgeführt werden.

Inzwischen unterscheiden viele Yoga-Institute zwischen immer wieder wechselnden Yoga-Neuschöpfungen wie Anti Gravity Yoga für Fans schwebender Yoga-Übungen, Bikram Yoga für besonders Sportliche, Hormon Yoga für Frauen oder Power Yoga für alle, die nebenbei auch ordentlich Kondition und Muskeln aufbauen wollen.

Das kann Yoga leisten

Gerade im schnelllebigen Alltag kann Yoga als Gesundheitsförderer wahre Wunder vollbringen. Es eignet sich hervorragend zur Stressbewältigung, stärkt das Immunsystem und löst Verspannungen. Und was dem Körper gut tut, fördert auch den Geist: Yoga kann die Konzentration steigern, für mehr geistige Klarheit sorgen und Gelassenheit, Geduld und Ruhe und so auch den gesunden Schlaf fördern.

Vorsicht beim Selbstversuch!

Geeignet ist Yoga im Grunde für Menschen jeden Alters. Selbst Kinder und Senioren oder erkrankte Menschen können sich an Yoga probieren. Wichtig sind in Zweifelsfällen immer die Rücksprache mit dem behandelnden Arzt und die Begleitung durch einen professionellen Yoga-Lehrer. Je nach körperlicher Konstitution und Vorgeschichte bergen bestimmte Techniken sonst schnell Verletzungsrisiken. Ansonsten gilt: Ausprobieren und wohl fühlen!

Wie eine Yoga-Stunde in der Regel abläuft, welche Ausrüstung Sie dafür benötigen und wie Sie einen geeigneten Kurs finden, lesen Sie hier.

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