Entspannen mit den richtigen Farben

Können Farben alleine schon zur Entspannung beitragen? Das können sie durchaus, das ist bereits durch unsere evolutionäre Entwicklung bedingt. Farben haben eine Auswirkung auf unseren Gemütszustand - doch welche sorgen nun für Entspannung und Erholung?

Blätter mit grünem Farbstoff

Rot, Knallgelb, Neonorange - das sind schöne und helle Farben, aber gerade beruhigend sind sie nicht, wenn sie nicht gerade in Pastelltönen daherkommen. Grün, weiß, hellgelb, das entspannt schon eher. Farben, die in unserer modernen Deutung eher für Leidenschaft und wilde Eigenschaften in uns stehen, sind tatsächlich die natürlichen Warnfarben der freien Wildbahn, die aus gutem Grund alles andere als beruhigend wirken. In der Natur signalisieren nahezu alle Tierarten so, dass sie sich bedroht fühlen und angreifen werden. Farben, die dagegen einer ruhigen Umgebung zuzuordnen sind, haben diese Auswirkung auf uns noch heute.

Wie Farben entspannen

In vielen Krankenhäusern und Arztpraxen kann man beobachten, dass die Wände nicht mehr steril (und langweilig) in weißer Farbe gestrichen sind. Vielmehr dominieren helle, sanfte Pastelltöne, die die Genesung der Patienten beschleunigen sollen. Eben diese Pastelltöne in Verbindung mit einem hellen Farbton wirken so entspannend und beruhigend auf uns und hellen ganz nebenbei unsere Stimmung auf. In freier Wildbahn stehen diese Farben für Pflanzen, die wir beruhigt essen können, und für Umgebungen, in denen wir uns wohl fühlen. Eine satte, grüne Weide voller Sommerblumen oder eine saftig-reife Himbeere wirken verlockend auf uns. Durch diese Farben wird uns Sicherheit und Geborgenheit vermittelt und wir sehen keinen Grund mehr, gestresst zu sein. Die Tiefenentspannung kommt zwar nicht von ganz alleine, doch ein richtig eingefärbter Raum und Raumdeko in beruhigenden Tönen können eine gute Grundlage für Entspannungsarbeit sein.

Farben in kleinen Dosierungen

Sie brauchen nicht die komplette Wand hellgelb zu streichen, nur um in der Wohnung besser zur Ruhe zu kommen. Bereits sanfte Farbkleckse hier und da reichen. Ein Streifen an der Wand, ein dekoratives Element auf dem Wohnzimmertisch - das genügt und der Raum sieht schon ganz anders aus. Je kleiner der Farbklecks, desto mehr Kontrast darf es auch sein. Dunkle, aber tiefgründige Violett-, Braun- oder Grautöne stehen ebenfalls für Harmloses in der Natur und tragen zu unserer inneren Ruhe bei, können in zu großer Menge aber auch schnell erdrückend erscheinen.

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