Schokolade: Glücklichmacherin mit Wellnessfaktor

Stimmungsaufheller oder Dickmacher, Blutdrucksenker oder Krebserreger: Welche Vor- und Nachteile der Genuss von Schokolade hat, wird in der Medizin heftig diskutiert. Unbestritten bleibt dabei die Tatsache, dass sie bei Wellnessbehandlungen einen wachsenden Stellenwert hat. Und: Schon kleine Mengen aktivieren das Belohungssystem im Gehirn. Die Folge: Es geht uns gut! Doch gilt das eigentlich für jede Sorte? Und ist ihr Einsatz in Wellnessoasen wirklich sinnvoll? Eine Spurensuche.

Wellness mit Schokolade

Wir alle kennen das herrlich weiche, wunderbar sanfte Gefühl, wenn ein Stückchen Schokolade im Mund zerschmilzt. Dann lehnen wir uns gerne kurz zurück. Genießen den Moment. Entspannen zwischen Hektik, Stress und Alltag. Herrlich, oder? Der Grund fürs kleine Glück für Zwischendurch klingt weniger romantisch, dafür aber umso medizinischer: Tryptophan, Phenethylamin und Theobromin sind für die stimmungsaufhellende Wirkung der Schokolade verantwortlich. Und das, obwohl die Stoffe darin nur in geringen Mengen vorhanden sind.

Konditionierung mal anders: Schokolade, Kindheit und Erinnerung…

Schokolade Wellness

Deshalb gehen Experten heute davon aus, dass auch die Erwartungshaltung der Genießer für die Glücksmomente verantwortlich ist. Kurzum: Je eher wir gute Laune erwarten, desto eher kommt sie auch! Dopaminausschüttung sei Dank. Und nicht nur das: Wer besonders gerne Schokolade isst und diese beispielsweise mit schönen Kindheitserinnerungen verbindet, der aktiviert sein Belohnungszentrum im Gehirn schon, ohne überhaupt genascht zu haben. Da freut sich die Figur gleich mit.

Gewissenhaft Naschen – so geht’s

Die Menge an Fett und Zucker ist also nicht für das Glücksgefühl verantwortlich – dafür aber für das eine oder andere ungeliebte Kilo zuviel auf den Hüften. Experten raten deshalb zu einem angemessenen Umgang mit Schokolade. Wie gesund der Genuss des dunklen Gute-Laune-Machers ist, hängt dabei aber maßgeblich von der Menge und der Sorte ab.

Drei Tipps für den richtigen Umgang mit dem Gute-Laune-Macher

  • Achten Sie auf dunkle Schokolade mit besonders hohem Kakaoanteil (70 Prozent und mehr sind durchaus erwünscht)
  • Verzichten Sie besser auf Schokolade mit hohem Cadmium-Anteil. Der ist häufig in Edelschokoladen aus Südamerika enthalten
  • Essen Sie pro Tag höchstens eine Tafelrippe, am besten nur ein bis zwei Stückchen, da Zucker und Fettanteil sonst – gemessen am Tagesbedarf – zu hoch sind. Expertentipp: Nicht mehr als 20 Gramm!

Schokolade und Gesundheit

Doch mehr noch als auf die psychischen Effekte konzentrieren sich Mediziner immer stärker auf medizinische Aspekte des Schokoladengenusses. Derlei Forschungsgebiete gibt es viele: Blutdruck, Herz und Kreislauf zum Beispiel. Überall soll sie unterstützend wirken können. Die Resultate sind vielversprechend, denn Studien besagen, dass schon wenige Stückchen Schokolade pro Tag der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen können. Alle Schokoladenliebhaber wird´s freuen!

Gesundheitsförderer: Flavonoide

Und: Auch der Blutdruck kann gesenkt werden. Grund sind die Flavanole in der Schokolade. Sie gehören zur Gruppe der Flavonoide, denen in der Forschung eine positive Wirkung auf die Gesundheit zugeschrieben wird. Flavanole machen die Blutgefäße elastischer und weiter und wirken deshalb blutdrucksenkend – wenn auch nur geringfügig. Immerhin: Genuss und Gesundheit gibt es selten in solch einer herrlichen Symbiose.

Schokoladen-Wellness - wenn gestresste Haut was richtig Süßes braucht

Hot Chocolate Massage

Was gut für den Gaumen ist, kann für die Haut nicht verkehrt sein. Das weiß auch die Wellnessbranche und setzt immer stärker auf die süße Entspannung. Ob Hot-Chocolate-Massage, Haarkur oder Schokobad: Die Möglichkeiten sind riesig – und vor allem: lecker!

Bekannt dürften vor allem die wohltuenden Massagen mit Schokolade sein. Leicht angewärmt wirkt sie sich auf der Haut antioxidantisch aus, hält sie gesund und straff und löst Verspannungen sanft und wohltuend. Gerade an kalten Wintertagen schenkt eine Schokomassage deshalb nicht nur dem Körper neues Wohlbefinden sondern auch dem Geist. Besonders empfehlenswert soll übrigens das Körpergefühl nach solch einer Behandlung sein. Wohlig. Entspannt. Gestärkt. Herrlicher Duft inklusive!

Schokoladenbäder: Eintauchen – abtauchen – genießen

Ganze Schokoladenbäder sind zwar aufwendiger, verstärken in Kombination mit einer anschließenden Massage aber die positiven Effekte auf Entspannung, Stressabbau und Regeneration. Haarkuren komplettieren das Angebot. Sie enthalten sogar Stoffe, die Haarausfall vorbeugen sollen und die Haare mit speziellen Inhaltsstoffen besonders gut schützen.

Flüssige Schokolade

Über Schokoladenbehandlungen freut sich übrigens nicht nur ein gestresster Körper sondern gleichsam trockene Gesichtshaut. Denn pflegend ist die Süßigkeit besonders in Bezug auf ihren Fettgehalt. Durch das sanfte Einfetten der Haut wird Feuchtigkeitsverlust entgegengewirkt. Die Haut wird widerstandsfähiger. Stärker. Weicher! Selbst bei der Wundheilung und dem Zellenwachstum der Haut kann Schokolade deshalb positiv wirken.

Übrigens: Für besonders beliebte Nebenwirkungen wie straffe und gesunde Haut sorgt übrigens weniger die Schokolade selbst, sondern mehr die sinnvolle Kombination mit anderen Pflegestoffen wie Shea-Butter oder Peeling-Körner. Sie sorgen hauptsächlich für den Effekt, der mit einem süßen Topping auch die Nase erfreut.

Warum die Schokolade allein nicht hilft

Schokolade schmeckt, ist gesund und sorgt auch noch für eine strahlende Haut. Zugegeben, es klingt zu verlockend, um wahr zu sein. Umso mehr gilt: Der Glaube zählt! Zwar lassen sich auch in Schokolade pflegende Inhaltsstoffe ausmachen, wichtig ist aber vor allem der psychologische Effekt, der dem Gedanken entspringt, sich mit Schokolade etwas richtig Gutes zu tun. Und das schafft man mit dem Stimmungsmacher garantiert jeden Tag aufs Neue!

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